Moos im Rasen langfristig entfernen - Wir zeigen Dir, worauf es ankommt

Unbeliebt und dennoch da: Moos kann so manche Rasenfreunde herausfordern. Ungesunde Böden, die falsche Rasenpflege oder fehlende Nährstoffe machen den Rasen anfälliger für Krankheiten und das unliebsame Gewächs. Die sich schnell ausbreitenden Moosmatten nehmen mitunter ganze Flächen des Rasens ein und entziehen ihm den Sauerstoff. Doch was ist der Grund für das unerwünschte Grün und wie lässt sich effektiv dagegen vorgehen? Hier erfährst du alle wichtigen Tipps & Tricks, wie Du Moos im Rasen entfernen kannst.

 

 

 

Mögliche Ursachen für Moos im Rasen 

Die Entstehung von Moos kann verschiedene Ursachen haben. Eine Pauschaldiagnose zu stellen, ohne sich zuvor ein genaues Bild der betroffenen Stelle gemacht zu haben, ist kaum möglich. Es gibt mehrere Einflussfaktoren, die die Entstehung von Moos begünstigen können:


Staunässe und Schattenlage

Seit Tagen regnet es, die Böden saugen sich voll mit Wasser. Auch nach einer kurzen Trockenperiode scheint der Rasen immer noch feucht zu sein. Das kann mitunter zu Staunässe führen. Schwere und verdichtete Böden sind die Folge, leider ideale Bedingungen für Moos. Wenn es aufgrund von Bäumen und Büschen dann noch besonders schattig ist, kann Moos im Rasen schnell zum Problem werden.

Nährstoffmangel 

Ein weiterer Faktor ist ein Nährstoffmangel. Um einen Nährstoffmangel als Ursache auszuschließen, empfehlen wir eine Bodenanalyse des Rasens durchzuführen. Sollte sich ein Nährstoffmangel bestätigen, kann der Entstehung von Moos durch einen Rasendünger entgegengewirkt werden. 

Zu saure Böden

Der ideale pH-Wert des Bodens liegt zwischen 6,5 und 7. Mit diesem Richtwert sind dem Rasen die idealen Wachstumsvoraussetzungen gegeben. Sollte der pH-Wert Deines Rasens unter dem Idealbereich liegen, kann das die Entstehung von Moos begünstigen. Auch den pH-Wert des Bodens können wir durch eine Bodenprobe für Dich ermitteln. 


Wie kann man Moos im Rasen entfernen? 

Moos mit geeigneten Produkten bekämpfen

Moos ist ein äußerst pH-tolerantes Gewächs und wächst sowohl auf saurem als auch auf alkalischem Boden. Bei einem Wert unter 6,5 empfiehlt es sich den Rasen zu kalken. Eine regelmäßige Gabe von Rasendünger stärkt zudem die Widerstandsfähigkeit des Rasens: Krankheiten, Unkraut und Moos sind bei einem gesunden Rasenteppich weniger durchsetzungsfähig. 

Mit einer Nachsaat und der Etablierung junger Gräser machst Du Deinen Rasen robust gegen Anfälligkeiten. Moos mag keine Trockenheit, ein Sanden der Oberflächen mit unserem hochwertigen Rasensand kann also zusätzlich helfen.

Mechanisch gegen Moos vorgehen 

Moosteppiche und Rasenfilz sorgen dafür, dass kein Sauerstoff in den Boden gelangen und die bestehende Feuchtigkeit nicht eintreten oder entweichen kann. Der Rasen wird anfälliger und schafft es nicht, gegen seine Konkurrenzpflanzen anzukommen. Um dem entgegenzuwirken, bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, die im Idealfall bei optimalen Wachstumsbedingungen vorgenommen werden sollten:

Das Lüften des Rasens ist die wohl bodenschonendste Maßnahme, mechanisch gegen die Moosteppiche vorzugehen. Die an der Lüfterkassette befestigten Federzinken durchkämmen das Gras, ohne dabei Schäden an der Grasnarbe zu hinterlassen. Kleine Äste, Laub, Pflanzen- und Moosgewächse bleiben an den Zacken hängen und werden herausgekämmt. Diese Vorgehensweise verhindert die Entstehung einer Rasenfilzschicht und durchlüftet Boden und Gras. Alle weiteren Infos rund um das Thema Rasen lüften, findest Du hier!

Eine wesentlich intensivere Methode ist das Vertikutieren des Rasens. Beide Vorgänge werden oft verwechselt, sind jedoch deutlich voneinander zu unterscheiden. Die messerbesetzte Walze durchdringt die Grasnarbe und schneidet unerwünschte Gewächse direkt heraus. Wie Du den Rasen richtig vertikutierst, erfährst Du in diesem Blogbeitrag!

Die letzte Variante ist bei den meisten Rasenfreunden in der Regel nicht notwendig. Das Aerifizieren des Rasens wird nur bei echten Problemfällen, jedoch selten im heimischen Garten angewandt. Mit Vollspoons oder Hohlspoons werden tiefe Löcher in den Boden gestochen, um den Rasen optimal zu belüften. Die Hohlräume können anschließend mit Sand aufgefüllt werden.

Neben den aufgezeigten Direktmaßnahmen, hilft das Entfernen von schattenspendenden Bäumen oder großen Büschen für mehr Sonnenlicht auf dem Rasen. 

Die Mischung machts – Moos im Rasen dauerhaft beseitigen 

Der letztlich effektivste Weg, um das Moos im Rasen langfristig zu entfernen, ist der zeitgleiche Einsatz mechanischer Bekämpfungsmaßnahmen und abgestimmter Produkte. Das mechanische Entgegenwirken bietet den Vorteil, dass sich relativ schnell sichtbare Ergebnisse erzielen lassen. Das Moos wird zwar direkt entfernt, kündigt sich jedoch schon nach kurzer Zeit wieder an, sofern nicht im Vorfeld bereits mit den richtigen Produkten entgegengewirkt wurde.  

Wird der Rasen beispielsweise bereits zwei Wochen vor dem Vertikutieren gedüngt und bei zu sauren Böden vier Wochen vor dem Düngen gekalkt, wirkt sich das positiv auf die Nachbehandlung aus. Der Rasen ist dadurch gestärkt und das lästige Moos lässt sich bestenfalls bereits etwas verdrängen. Bei der nun mechanischen Vorgehensweise muss mitunter nur noch wenig mit dem Vertikutierer herausgerissen werden. Die moosfreien Lücken wachsen deutlich schneller als üblich zu und der Rasen kann sich gut erholen. Die Rasensaat und das zusätzliche Sanden können das Wachstum zusätzlich unterstützen. Gleiche Wachstumsbedingungen gelten auch für ein Lüften oder Aerifizieren. 


Fazit:

Grundlegend lässt sich festhalten, dass eine regelmäßige Nährstoffversorgung das A und O für einen ordentlichen Wachstumsschub des Rasens ist. In Verbindung mit der richtigen mechanischen Pflege gewinnt die Grasnarbe an Dichte und dem Moos wird die Lebensgrundlage entzogen!


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